Der nächste Bullrun

Ja, ich bin mir sicher, er kommt wie das Amen im Gebet. Der nächste Bullrun. In diesem Blogeintrag geht es darum, was ich mir von einem Bullrun erwarte, wie ich bis dahin aufgestellt bin und wie meine Strategie im Bullrun aussehen wird.

Bullenmarkt und Bärenmarkt

Starten wir aber bei den Bascis. Was heißt überhaupt Bullrun? Von einem Bullenmarkt spricht man, wenn der (Aktien) Markt vom letzten Tief um über 20 % gestiegen ist. Der Bulle stößt bildlich gesprochen mit seinen Hörnern die Kurse nach oben. Umgekehrt drückt der Bär mit seinen Tatzen die Börsenkursen nach unten. Ein Bärenmarkt bedeutet also im Umkehrschluss, dass die Kurse 20 % vom letzten Hoch entfernt sind. Ein Bullrun ist also nichts anderes als das schnelle Ansteigen eines Assets (zb. Aktien oder Kryptowährungen).

Unterscheidung Kryptowährungen und Aktien

Während der Aktienmarkt Monate und sogar Jahre in einem Bullen- oder Bärenmarkt verweilen kann, sind Kryptowährungen aufgrund ihres jungen Daseins und ihrer hohen Volatilität weniger konstant in ihrem Trend. Historisch gesehen hat sich der Kryptomarkt in einem wiederkehrenden 4- Jahreszyklus bewegt. Der Zyklus orientiert sich dabei am Bitcoin Halving, welches alle 4 Jahre stattfindet. Das Halving führt zu einer Verknappung an neuen Bitcoins, die in den Markt kommen. Nach jedem Bitcoin-Halving gab es eine starke Aufwärtsphase (Bullrun) mit einem neuen Allzeithoch für BTC (und damit auch für andere Krypto-Assets am Markt). Danach fiel der Kurs wieder, blieb aber auf einem höheren Niveau als zuvor.

Bitcoin Kurs von 2012 bis 2023 in USD
Bitcoin Entwicklung von 2012 bis 2023 in USD. Logarithmischer Chart

Die Grafik oben zeigt den Bitcoin Verlauf in USD seit 2012 in logarithmischer Skalierung. Gut zu sehen ist der Bullrun nach den Bitcoin Halvings 2012, 2016 & 2020.

Meine derzeitige Situation

Ich bin zwar erst 6 Jahre im Aktien- und Kryptomarkt investiert, trotzdem durfte ich schon einige spannende Phasen miterleben. Der Aktienmarkt war geprägt vom rasanten Anstieg nach dem Covid Absturz 2020/21 und den Rezessionsängsten ab Anfang 2022. Im Kryptospace habe ich die Bullruns 2017 und 2021 miterlebt. Und die jeweiligen Abstürze danach. Tja, und nun stehen wir hier. Anfang 2022, die Börsenmärkte großteils noch in einem Bärenmarkt, Bitcoin schon wieder langsam am Weg nach oben. Dadurch, dass ich seit fast 6 Jahren durchgehend investiere, habe ich sowohl bei den Aktien als auch den Kryptos sehr gute Durchschnittseinkaufskurse. Der Durchschnittskosteneffekt hat geholfen, in Zeiten sehr tief stehender Kurs viele Anteile bekommen zu haben. Also auch wenn die Kurse derzeit noch niedrig stehen, sind meine Portfolios (Aktien und Krypto) deutlich im Plus. Dazu konnte ich wie bereits geschrieben, 2 Bullruns im Krpytospace mitnehmen und das Niveau nach den jeweiligen Abstürzen war immer noch höher als zuvor. Ich gehe also sehr entspannt in einen möglichen kommenden Bullenmarkt hinein.

Der kommende Bullrun

Wieso bin ich eigentlich so überzeugt von einem kommenden Bullrun? Nun, Geschichte wiederholt sich. Ich bin zwar nicht ganz von dem 4-Jahres Bitcoinzyklus überzeugt, aber ich denke schon, dass es gerade im Kryptospace zu einem regelmäßigen Bullrun kommt. Ob der nun 2024 (hier findet das nächste Bitcoin Halving statt) oder erst ein Jahr später 2025 kommt, spielt für mich keine Rolle. Aber die Vergangenheit hat gezeigt, dass es passiert. Einerseits spricht der Effekt der selffulfilling prophecy dafür, also weil die Leute daran glauben, tritt genau der Fall ein. Andererseits bleibt der Mensch gierig. Sobald er merkt, dass der Markt dreht und er Möglichkeiten sieht, schnell viel Geld zu verdienen, beginnt das Spiel von vorne. Die Kurse steigen, die Leute werden gieriger, bekommen fear of missing out und kaufen umso mehr. Und heizen den Bullrun damit noch mehr an. That´s how it works. Wichtig ist, auf das Szenario eines Bullenmarktes vorbereitet zu sein.

Meine Strategie für einen Bullrun bei Kryptowährungen

Wie sieht dafür meine Strategie aus? Nun, wie schon geschrieben konnte ich über die letzten Jahre eine gute Basis aufbauen. Grundlage bildete dabei das Nachkaufen in „schwierigen“ Zeiten. Nicht umsonst wird viel davon geschrieben, dass man im sogenannten Kryptowinter (quasi der Bärenmarkt im Kryptospace) den Grundstein für den nächsten Bullrun legt. So wenig ich vom Markettiming beim Investieren in Aktien halte, so wichtig halte ich es im Kryptobereich. Einfach, weil die Volatilität dermaßen groß ist, dass es einen riesigen Unterschied macht, ob ich Bitcoin bei 20.000 oder 60.000 kaufe. Andere Kryptocoins schwanken noch viel stärker, die bekommt man in einem Bärenmarkt gerne mal mit 80-90 % Abschlag. Ein Traum für Langfristanleger. 

So gesehen muss ich im jetzigen Kryptowinter nicht mehr nachkaufen, weil ich meinen Grundstock für ausreichend halte, um im nächsten Bullrun mein finanzielles Ziel zu erreichen. Ich halte eine Vervielfachung von meinem Kryptodepot für absolut realistisch. Im Gegensatz zu den 2 früheren Bullruns werde ich aber dieses mal sehr wahrscheinlich Gewinne realisieren. Bei den letzten 2 Allzeithochs war ich davon überzeugt, dass es langfristig noch viel höher steigt. Und auch wenn ich auch im kommenden Bullrun sicher bin, dass es nach einem Kryptowinter wieder deutlich höher geht, so will ich dieses mal doch Gewinne mitnehmen. Nicht, weil ich Markettiming versuchen werde und wieder billig einsteigen möchte (für sowas bietet sich Altbestand einfach nicht an), sondern weil ich mir gerne eine Eigentumswohnung damit kaufen würde.

Meine Erwartungshaltung

Während Aktien für mich als Altersvorsorge dienen und die Sparpläne unabhängig von einem Bullen- oder Bärenmarkt aktiv sind, sieht es im Kryptospace anders aus. Die hohe Volatilität sorgt im Bullrun für satte Gewinne. Deswegen ist meine Erwartungshaltung an den nächsten Bullenmarkt entsprechend hoch. Mein Depot wird sehr wahrscheinlich ein neues Allzeithoch erreichen. Auch, weil die Projekte, in die ich investiert bin, weiterentwickelter sind als im letzten Bullrun. Mehr usecases, mehr features, höheres Potential. Habe ich eine Zahl im Kopf, die ich erreichen möchte? Ja, die habe ich. Und wenn ich diese erreicht habe, werde ich meine ersten Gewinne mitnehmen. Das fühlt sich jetzt noch surreal an und ich bin sicher, es wird noch surrealer, sollte dieser Tag tatsächlich eintreffen. Denn eines ist klar: Die Gier ist ein Hund. Mitten im Bullenmarkt zu verkaufen ist schwierig, richtig schwierig. Deswegen braucht es im Vorhinein eine klare Exitstrategie. 

Ich sehe jedenfalls optimistisch in die Zukunft und Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Also genießen wir die Zeit während wir gemütlich auf den nächsten Bullrun warten.

Abschließend bleibt zu sagen: DYOR – Do your own research. Sämtliche Informationen hier sind nur meine Meinung und das bedeutet, dass nichts von dem Geschriebenen eintreffen muss. Du handelst mit deinem eigenen Geld auf eigenem Risiko, also informiere dich bitte wie immer gut, bevor du investierst.

Ciao!

Johannes

Foto von Hans Eiskonen auf Unsplash

1 Kommentar zu „Der nächste Bullrun“

  1. Hi Jóchén,

    Danke für Deine Interessante Ansichten.

    Grundsätzlich hallte ich nichts von Bull und Bear. Mein Lieblingstier ist die Schildkröte – langsam aber konstant vorwärts (siehe Bitcoin Langzeitchart).

    Nichtsdestotrotz fühle ich mich auch gut aufgestellt für das was die finanzielle Zukunft bringen wird.

    Hoffe du schmeißt bald eine schöne Einweihungsfeier in deinem neuen Eigenheim. Ich nehme jedenfalls das pantostische und BESTe Eis mit 😉 ^^

    Alles Liebe
    Dein Notti

    P.S. Keep up the good work (and the Bitcoin chart)

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